OGS – Beschreibung von Auftrag und Zielsetzung

 

Inhaltsübersicht:

1.     Definition

2.     Tagesablauf in der OGS

3.     Teamarbeit

4.     Zusammenarbeit mit der Schule

5.     Elternarbeit

6.     Zusammenarbeit mit anderen Institutionen

7.     Öffentlichkeitsarbeit

8.     Grenzen der OGS-Arbeit

9.     Fortbildungen

10.    Ausblick

 

 

1.     Definition

Wir verstehen uns als Schaltstelle zwischen Institutionen wie:

  • Elternhaus
  • Schule
  • Kooperationspartner
  • Vereinen

Zum Wohl des Kindes gestalten wir unsere Arbeit mit einem hohen Maß an Transparenz

und Offenheit. Wir sehen uns als verlässliche Anlaufstelle und bringen den Kindern ein

großes Maß an Akzeptanz und Vertrauen entgegen. Das voneinander und miteinander

Lernen ist der Schwerpunkt unserer Arbeit. Die Voraussetzung dafür ist Flexibilität und

die Bereitschaft, sich auf neue Gegebenheiten einzulassen.

Wie wir uns sehen:

Für uns steht das Kind im Mittelpunkt.

Wir unterstützen Kinder, so dass sie zu selbstsicheren und selbstständigen

Persönlichkeiten heranwachsen können!

Wir wollen ihnen Fähigkeiten und Fertigkeiten zur Bewältigung ihrer jetzigen und den zu

erwartenden Lebenssituationen vermitteln!

 

Das Kinder sollen bei uns können:

  • sich geborgen fühlen
  • sich selbst bejahen
  • Eigeninitiative entwickeln
  • Gefühle und Bedürfnisse wahrnehmen und auch äußern können
  • Freundschaften schließen
  • die Umwelt erforschen und sich mit ihr auseinandersetzen
  • mit Spaß und Ausdauer spielen
  • eigene Stärken und Grenzen erkennen
  • Grenzen von anderen respektieren lernen
  • Kritik äußern und ertragen können
  • Konflikte mit Erwachsenen und Kindern bewältigen lernen
  • Bewusst die Rollen von Mädchen und Jungen reflektieren
  • sich für ihre Rechte einsetzen und noch vieles mehr….

 

2.  Tagesablauf in der OGS

Um die OGS-Arbeit, wie sie in der Regel geschieht, zu veranschaulichen, soll im Folgenden ein Tagesablauf, der OGS – Koordinatorin, mit all seinen Möglichkeiten exemplarisch dargestellt werden.

Vormittags:

  • theoretische und praktische Tagesplanung
  • Austausch mit den KollegInnen
  • Gespräche mit Kooperationspartnern/Akquise neuer Kooperationspartner
  • Betreuung von Kindern in  schulfreier Zeit
  • Reflexionsgespräche
  • Gespräche mit Eltern, Lehrern und MitarbeiterInnen anderer Institutionen
  • Verwaltungsarbeiten
  • Austausch mit Schulleitung
  • Teilnahme an den Arbeitskreisen der OGS-Koordinatorinnen
  • Fortbildungen

 

Mittags nach Unterrichtsschluss ( ab 11.30 Uhr bis 14.00 )

  • Begrüßung und individuelles Eingehen auf die Kinder
  • Gemeinsames Mittagessen in gemütlicher Atmosphäre. Die Kinder werden in dieser Zeit von einer Betreuerin und einer Küchenhilfe begleitet.
  • Freispiel – wird von zwei Betreuungskräften begleitet

 

Hausaufgabenbetreuung

Die Hausaufgabenbetreuung findet im Zeitraum von 13.00 – 15.00 Uhr statt. Die Kinder werden in Gruppen, von einer pädagogischen Kraft beziehungsweise einer  Lehrerin betreut.

 

Ziele der Hausaufgabenbetreuung:

  • Die Kinder erledigen in Ruhe ihre Hausaufgaben
  • Sie arbeiten konzentriert in einem vorgegebenen Zeitraum ( 60 Minuten)
  • Nach Beendigung der Hausaufgaben wechseln sie in die Betreuungsgruppe über.

 

Nachmittags: ( 14.00 bis 16.00 Uhr )

  • Gezielte Kursangebote
  • Gezielte Freizeitangebote
  • Einzel- und Gruppengespräche
  • Gruppenübergreifende Angebote
  • Tür- und Angelgespräche

 

Nach Dienstschluss: ( Je nach Situation und Notwendigkeit)

  • Teambesprechungen
  • Gespräche mit Eltern, LehrerInnen und MitarbeiterInnen anderer Institutionen
  • Info-Abende für Eltern
  • Feste ( Karneval, Weihnachtsfeier, Walpurgisnacht, WM/EM)
  • Teilnahme an schulischen Veranstaltungen
  • Austausch mit dem Förderverein

 

3.Teamarbeit

Um die Interessen der Kinder zu vertreten und eine optimale fachliche Betreuung zu gewährleisten, ist es wichtig, dass ein regelmäßiger Austausch zwischen den MitarbeiterInnen des OGS-Teams, der Schulleitung, den Hausaufgabenlehrerinnen und dem Kooperationspartner (Förderverein) stattfindet.

 

Folgende Inhalte sind hierfür von Bedeutung:

  • Auseinandersetzung mit pädagogischen Inhalten und konzeptionellen Arbeiten
  • Fallbesprechungen
  • Klärung von organisatorischen Fragen
  • Planung von Festen, Projekten und Ausflügen
  • Konstruktiver Umgang mit Konflikten innerhalb des Teams
  • Kollegiale Beratung
  • Weitergabe von Fortbildungsinhalten

 

4. Zusammenarbeit mit der Schule

Durch das Zusammenführen der Kompetenzen von Schule und OGS soll eine neue Lernkultur zur besseren Förderung der SchülerInnen in den Bereichen Bildung und Erziehung erreicht werden. Die Vernetzung verlangt ein gegenseitiges Verständnis, das sich in der Geschlossenheit nach außen äußert.

 

Die Zusammenarbeit gestaltet sich folgendermaßen:

  • Regelmäßige , beabsichtige Teilnahme der OGS-Koordinatorin an den Lehrerkonferenzen
  • Regelmäßige Teilnahme der Schulleitung an den OGS-Besprechungen
  • Teamentwicklungen und vertrauensbildende Maßnahmen
  • Gemeinsame Zielentwicklung und Zielüberprüfung
  • Feste Besprechungstermine
  • Regelmäßiger Informationsfluss
  • Gegenseitige Hospitationen
  • Gemeinsame Elterngespräche

 

5. Elternarbeit

Für unsere familienergänzende Aufgabe ist ein regelmäßiger Austausch zwischen den BetreuerInnen und Elternhaus notwendig. In der Wahl der Methoden und Formen sollen die BetreuerInnen möglichst flexibel sein.

 

 

Folgendes Spektrum an Möglichkeiten steht dabei zur Verfügung:

  • Elternabende (Informationsveranstaltungen, pädagogische Themen)
  • Bedarfsorientierte Gespräche über Erziehungs- und Lebensprobleme, Tür- und Angelgespräche
  • Hausbesuche ( überwiegend durch die Sozialpädagogin)
  • Einbeziehung der Eltern in den OGS-Alltag
  • Elternbriefe / Telefonate
  • Ausflüge
  • Mitarbeit bei fortlaufenden Aktivitäten
  • Teilnahme an Eltern- LehrerInnengesprächen
  • Begleitung von Eltern zu beratenden Institutionen
  • Beratung der Eltern durch das Jugendamt ( Teilhabepaket)

 

6. Zusammenarbeit mit anderen Institutionen

Im Interesse des Kindes ist neben der Elternarbeit eine bedarfsorientierte Zusammenarbeit mit folgenden Institutionen wichtig und zum Teil unerlässlich:

  • Jugendamt und weitere soziale Dienste wie z.B. Beratungsstellen, ASD, SPZ usw.
  • Kinderärzte
  • Kinderpsychologen/ Therapeuten
  • Sprachtherapeuten
  • Weitere arbeitsbegleitende Einrichtungen wie z.B. Kinderschutzbund, Frauen helfen Frauen, schulpsychologischer Dienst, ect.

 7. Öffentlichkeitsarbeit

Es ist wichtig, den pädagogischen Wert und die Arbeit der OGS nach „außen“ darzustellen, um einen angemessenen Stellenwert in der Öffentlichkeit zu erreichen.

 

Beispielsweise durch:

  • Feste (Tag der offenen Tür)
  • Medien ( Presse, Plakate, Flugblätter)
  • Weitere Kontakte zu Behörden und anderen Vertretern des kulturellen, politischen und gesellschaftlichen Lebens (Büsbacher Vereine, Teilnahme an Wettbewerben der Büsbacher Geschäftswelt, Kitas, Altenheim)

 

8. Grenzen der OGS-Arbeit

Doch auch uns sind Grenzen gesetzt!

Bei allen Bemühungen, auf jedes einzelne Kind in seiner Persönlichkeit einzugehen, stoßen wir auch auf Grenzen, z.B.

  • wenn räumliche Möglichkeiten innerhalb der Einrichtung Vielfältigkeit und differenziertes Arbeiten einschränken
  • Personelle Engpässe (wenn KollegInnen und LehrerInnen fehlen)
  • Mangelnde Kommunikationsbereitschaft und Konfliktfähigkeit, sowohl bei den MitarbeiterInnen als auch bei Vorgesetzten und Institutionen
  • Probleme, die über den Bildungsauftrag hinausgehen, werden mit Absprache an die entsprechenden Stellen weitergeleitet
  • Unterschiedliche Mitarbeitsbereitschaft der Eltern

 

9. Fortbildungen

Regelmäßige Fortbildungen sind notwendig und anregend, um auf gesellschaftliche Entwicklungen einzugehen und dienen der individuellen Persönlichkeitsentwicklung. (Fortbildungen der neuen OGS-Koordinatorin, päd. Fortbildungen von BetreuerInnen)

 

Die Formen sind unterschiedlich:

  • Arbeitskreis der Koordinatorinnen unter Leitung der Fachberatung
  • Arbeitskreis der Koordinatorinnen
  • Berufsbegleitende Fort- und Weiterbildung durch unterschiedliche Träger
  • Vorträge
  • Fachliteratur
  • Wochenendsemirare
  • Informationsveranstaltungen
  • Fachtagungen

 

Alle Inhalte sind unter der Berücksichtigung des Leitbildes der offenen Ganztagsschule im Primarbereich erarbeitet worden.

 

 

Stolberg, im Dezember 2016